Die Angst der Opladener Stadtteilpolitiker vor den Burscheider Berufspendlern!

Polit-Diskussion um Palettenparkhaus am Opladener Bahnhof offenbart Dilemma der gewünschten Mobilitätswende: Kirchturmdenken von Kommunalpolitikern ist einfach nur „peinlich“! 

Das Thema „Mobilitätswende“ ist zurzeit in aller Munde und wird von der Bevölkerung als durchaus notwendig angesehen. Die Akzeptanz hört allerdings dann auf, wenn vermeintliches Eigeninteresse bedroht zu sein scheint. Dieses in unserer Republik weit verbreitete Phänomen zeigt sich exemplarisch an der Diskussion, die sich aktuell in Leverkusen abspielt:

Da soll im Leverkusener Stadtteil Opladen die Parkplatzkapazität durch den Bau eines Palettenparkhauses an der Stauffenbergstraße erhöht werden. Der Antrag von FDP und OpladenPlus, die Situation für Berufspendler am Bahnhof zu entschärfen, stieß auf wenig Gegenliebe.

Die Angst der Kommunalpolitiker von CDU, SPD und Grünen:  Wird das Parkangebot vergrößert, dann kommen mehr Pendler aus dem Umland nach Opladen. Gemeint sind hier vor allem Berufspendler aus der Nachbarstadt Burscheid, die nicht über einen eigenen Bahnanschluss verfügt.

„Opladen darf nicht zum Parkplatz der Region werden!“ ( SPD)

„Pendler sollen das Angebot der Wupsi nutzen, um zum Zug zu kommen!“ (CDU)

„Oder mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommen“ (Grüne).

Ratsherr Friedrich Busch ist „bestürzt“ über die aktuelle Parkhausdiskussion: „Statt regional zu denken, macht sich „kleinkariertes“ Denken breit. So kann die von vielen gewünschte Mobilitätswende nicht erfolgen, wenn statt Zusammenarbeit Abschottung das Gebot der Stunde zu sein scheint.

Friedrich Busch hat heute einmal die PKW-Fahrzeuge mit GL-Kennzeichen am Parkplatz Stauffenbergstraße und auf den neuen Parkplätzen auf der Ostseite des Opladener Bahnhofes gezählt:

  • Von 120 PKWs auf dem Parkplatz Stauffenbergstraße hatten 31 ein GL-Kennzeichen (25%).
  • Von 144 PKWs auf dem Parkplatz Ostseite Bahnhof hatten 38 ein GL-Kennzeichen  (26%).Der Opladener Bahnhof hat eine regionale Bedeutung. Von daher sollten Berufspendler aus Nachbarstädten durchaus als Gäste unserer Stadt wahrgenommen werden. Sicherlich auch im Interesse unserer Geschäftswelt.  Die Gebührenfreiheit an der Stauffenbergstraße wird bald ein Ende haben: Die Leverkusener Verwaltung plant für die Ratssitzung im Juli 2018 eine Änderungsvorlage einzubringen mit u.a. folgenden Punkten:
  • Übrigens:
  •  
  • Für den Opladener Ratsherrn Friedrich Busch steht fest:
  • Bewirtschaftung nach den Gebührentarifen für die Außenbezirke
  • Einführung eines Tagestickets von 3,00 Euro und eines Wochentickets von 12,00 Euro
  • Vermietung der Stellplätze zu 30 Euro/Monat auf max. 1/3 der Stellfläche (ohne Bevorzugung bestimmter Nutzergruppen).