Kampf um die letzten kostenlosen Parkplätze am Opladener Bahnhof

Forderung: Parkregelung Stauffenbergstraße muss ausgesetzt werden! 

Die vom Leverkusener Stadtrat beschlossene neue Parkraumregelung für den Parkplatz Stauffenbergstraße schlägt nach Ende der Sommerferien jetzt voll durch: Der sonst schon in den Morgenstunden voll besetzte Parkplatz wird von Berufspendlern gemieden, seitdem die Stadt Leverkusen diesen Parkplatz kostenpflichtig gemacht hat.

Friedrich Busch: „Statt durch attraktive Parkangebote Berufspendler vom Auto auf die Schiene zu locken bzw. das Autofahren von der Innenstadt an den Rand zu verlagern, erreicht man jetzt durch die Einführung des gebührenpflichtigen Parkens beim Parkplatz Stauffenbergstraße genau das Gegenteil. Die Berufspendler meiden diesen Parkplatz, da sie nicht bereit sind, im Monat 48 Euro Parkgebühren zu bezahlen. Ein Blick heute auf den Parkplatz spricht eine deutliche Sprache: Nur 29 von sonst über 200 Parkplätzen waren belegt.“

Für Ratsherrn Friedrich Busch mit gravierenden Folgen: „Es findet aktuell ein dramatischer Verdrängungsprozess statt. Es wird entweder auf die kostenlosen Park&Ride-Plätze auf der Ostseite ausgewichen (300 Plätze) oder aber auf die provisorischen Parkplätze auf der Westseite des Bahnhofs (ca. 200 Plätze). Da um spätestens 7:30 Uhr aber alle Parkplätze belegt sind, beginnt der Parksuchverkehr in und rund um die Opladener Innenstadt.“

Für den FDP-Ratsherrn gibt es nur eine Forderung: Das Parkraumkonzept der Stadt für den Parkplatz Stauffenbergstraße muss ausgesetzt werden bis zur Fertigstellung des Bahnhofsquartiers in einigen Jahren. Vorgesehen ist auf der Westseite ein Parkhaus.  Auch die Realisierung einer Parkpalette auf dem Parkplatz Stauffenbergstraße sollte ernsthaft angegangen werden.

Friedrich Busch: „Für uns ist die Parksituation in Opladen ein wichtiges Thema für den Kommunalwahlkampf im kommenden Jahr. Auch wir als FDP wollen die Mobilitätswende, indem wir Autofahrer motivieren wollen, statt mit dem Auto mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln z.B. zur Arbeit zu fahren. Dafür müssen wir den Berufspendlern aber ein attraktives Angebot machen. Dazu gehört für den Stadtteil Opladen eben u.a. das Vorhalten von kostenfreien Parkplätzen.

Auch muss man bedenken, dass das neue Leistungsangebot der Wupsi mit Taktverdichtung und dem Einführen von Schnellbuslinien für Opladen nicht gilt: Für die wichtige Linie 239/240 zwischen Hilgen und Opladen ändert sich mit dem Fahrplanwechsel ab 28. August 2019 nichts, da mit dem Busunternehmen Wiedenhoff, dass die Linie 240 bedient, wegen eines Gerichtsstreites keine Einigung erzielt werden kann.“

Für Friedich Busch steht fest: „Im Prinzip befinden wir uns schon im Wahlkampfmodus. Der Bürger entscheidet letztendlich über unterschiedliche Konzepte. Die SPD mit OB Richrath und die Grünen wollen das Parken rund um den Opladener Bahnhof unattraktiv gestalten. Die Parkraumverknappung ist in ihrem Sinne, soll sie doch Autofahrer dazu bewegen, von zu Hause aus mit dem Öffentlichen Personennahverkehr zur Arbeit zu fahren.

Auch die FDP Leverkusen tritt für eine Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs ein. Dem Berufspendler soll aber am Opladener Bahnhof ein Angebot gemacht werden, dort den Wagen abzustellen, um dann mit dem Zug weiter zur Arbeit zu fahren, denn nicht jeder kann morgens und abends auf das Auto verzichten.“